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Ein Gipfel ohne Ergebnis – Ein Kommentar

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Donald kapselt sich mehr und mehr von der Staatengemeinschaft ab. (Quelle: Pixbay)

Von Phillip Applegate


Der G7 Gipfel war nicht erfolgreich. Der Handelskrieg wird kommen. Mit Trumps USA können keine gemeinsamen Abkommen geschlossen werden.

Schon wieder lässt Donald Trump die internationale Staatengemeinschaft erschüttern. Mit Herabwürdigungen des kanadischen Gastgebers und Attacken gegen europäische Länder per Twitter, zeigt der amerikanische Präsident erneut, welche diplomatischen Schwächen er besitzt. Umso schmerzhafter ist es, wenn Trump damit Recht hat, dass es ein Fehler ist, Russland zu isolieren, auch wenn er wahrscheinlich nur dieser Meinung ist, um mehr Konfrontation herbeizuführen.

In den beiden Tagen des G7 Gipfel gab es viel Uneinigkeit. Auch der Versuch des kanadischen Staatschefs Justin Trudeau mit seinem Programm größtmöglichen Konsens zu schaffen, war schwierig. Der Handelsstreit konnte nicht beendet werden. Auch die Differenzen beim Klimaschutz wurden nicht beigelegt. Als Trump abreiste, zog er dann auch noch sein „Ja“ zur Abschlusserklärung per Twitter zurück. Beim Wenigen, was also beschlossen wurde, spielt die USA nicht mit.

Kritik erntete Trump dabei, neben den übrigen sechs Ländern, auch von seinen Landsleuten. „Die Amerikaner stehen zu euch, auch wenn es unser Präsident nicht tut“, schrieb Senator John McCain bei Twitter als Antwort Trumps cholerischen Ausfall kurz nach dem G7 Gipfel.

Trump schwächt somit gewaltig die Sinnhaftigkeit der Treffen. G7-Kritiker stellen schon immer die Legitimität eines solchen Gipfeltreffens mit den reichsten Nationen der Erde infrage. Berechtigterweise stellt sich die Frage, warum die wirtschaftsstärksten Länder Sonderabkommen schließen sollten um somit über andere Länder entscheiden, die bei den Verhandlungen überhaupt nicht anwesend sind. Meist komme dabei auch nichts herum und es bleibe damit das „teuerste von Steuergeldern finanzierte Kaffeekränzchen der Welt“, so ein Demonstrant gegen den Gipfel im Focus Online Interview.

Quellen: Die Zeit, Handelsblatt, Focus