Bezirksvertretung Elberfeld für Freigabe Busspur

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Elberfelder Rathaus 

Von Klaus Lüdemann


In einer zweistündigen Sitzung hat die BV Elberfeld am 27.Juni 16 Tagesordnungspunkte behandelt. Vermutlich am wichtigsten war die Freigabe der Busspur längs der B7 in Elberfeld für Radfahrer*innen. Die endgültige Entscheidung fällt der Verkehrsausschuss am 6. September.

Herr Massing von den WSW stellte die Planung für den Kanalbau rings um die Diakoniekirche in der Neuen Friedrich-Straße vor. Dort wird ein mehrere Meter tiefes Loch für den neuen Abwasserkanal gegraben. Die Trinkwasserleitung, die Gasleitung und ein Leerrohr für Glasfasern werden gleich miteingebaut. Einen Regenwasserkanal gab es dort bisher nicht, der kommt dazu. Die Neue-Friedrich-Straße zwischen Kirche und Markomannenstraße wird asphaltiert. Rund um die Kirche bleibt das Natursteinpflaster, es wird aber abgeschliffen, damit es für Fahrräder verträglicher wird. Die Arbeiten sollen Ende September an der Ecke Ludwigstrasse beginnen.

Am 12. Juli um 19:00 Uhr wird in der Diakoniekirche mit Bürger*innen über die Zukunft der Neuen-Friedrich-Straße als Radverkehrsverbindung zwischen Mirker Bahnhof und Neumarkt diskutiert.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde über Pläne für den Utopiastadt-Campus am Mirker Bahnhof informiert. Begleitend zur Projektentwicklung des Mirker Bahnhofes haben sich Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Utopiastadt und Aurelis, als Grundstückseigentümerin auf eine kooperative Entwicklung für den gesamten Bereich des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes mit einer Größe von ca. 5,8 ha unter dem Projektnamen „Utopiastadt Campus“ verständigt.

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Flächen östlich Kulturkindergarten

Der Verkauf der verbleibenden Flächen durch die Aurelis soll noch 2018 an Utopiastadt bzw. an andere Unternehmen stattfinden, die das Konzept des Utopiastadt Campus ergänzen. Für drei Flächen östlich des Kulturkindergartens gibt es schon Ideen.

Die Bezirksvertretung beschloss einstimmig die Umbenennung eines Teilstückes der Straße „Eiland“ in Martin-Gauger-Strasse. Es handelt sich um die Brücke an der Schwebebahnstation Landgericht. Martin Gauger war der einzige Jurist in Deutschland, der nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten den Treueid auf Adolf Hitler verweigerte. Der überzeugte Pazifist unternahm nach Erhalt seines Musterungsbescheids 1940 einen Suizidversuch und floh danach in die Niederlande. Bei einem Rückkehrversuch wurde er verhaftet und nach 1941 in das KZ Buchenwald überstellt. Von dort wurde er mit einem „Invalidentransport“ in die NS-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein gebracht und vergast.

Außerdem gab es einen Bericht zur Veranstaltung Zusammenleben im Luisenviertel vom 21.06.2018. Dort hatten 100 Menschen aus dem Viertel über die realen und gefühlten Probleme im Luisenviertel diskutiert. Die SPD-Fraktion wollte schon in der Sitzung Aufträge an die Verwaltung geben. Viele BV-Vertreter*innen hatten den Bericht noch gar nicht richtig gelesen und so wurde das Thema auf die Sitzung am 12. September vertagt.

Am Ende der Sitzung bemängelte die CDU-Fraktion, dass die Bezirksvertretung in die Gestaltung des Wupperparks (Info-Pavillon und Cafe Cosa) nicht einbezogen wurde.

Die Termine und die Vorlagen für die Sitzungen sind im Ratsinformationssystem der Stadt Wuppertal abrufbar. Leider funktioniert es zurzeit nicht.